Das Rupprecht Dossier - oder wie man miteinander umgeht?

Allgemein

Für ziemliche Schlagzeilen hatte vor kurzem ein Dossier gesorgt, welches im Büro des jetzigen CSU-MdB Albert Rupprecht angelegt worden ist.

Die Wogen scheinen nun fast überall geklättet zu sein - zumindest nach Außen wird dies von fast allen CSU-Vorderen so erklärt. Der Wiesauer Toni Dutz fordert allerdings weiterhin bekannt zu geben, wer den Teil für Tirschenreuth geschrieben hat. So stand ausschnittsweise darin folgendes:

Viel interessanter werden dafür Herbert Hahn und Toni Dutz erachtet. Der Waldsassener Bürgermeister engagiere sich vor allem im Bereich der Kommunalfinanzen. "Meistens kommt er aber nicht über Lamentieren und Klagen hinaus." Ähnlich agiere Toni Dutz

Ein anderen, interessanten Gesichtspunkt liefert nun aber die FDP mit ihrem Bundestagskandidaten nach.

Man muss ja mit der Partei selbst nicht einverstanden sein, aber die Äußerungen von dieser zum Dossier im Bezug auf die Darstellung von Rupprecht bedürfen keiner weiteren Äußerung.

Aus oberpfalznetz.de vom 23.04.2009

Als "unverantwortlich" hat FDP-Bundestagskandidat Norbert Ziegler die im so genannten "Rupprecht-Dossier" aufgetauchte Aufforderung zum Missbrauch der Presse bezeichnet. Es werde vorgeschlagen, die öffentliche Darstellung von MdB Albert Rupprecht mit erfundenen Pressemitteilungen zum Positiven zu beeinflussen, schreibt der FDP-Politiker in einer Pressemitteilung. "Es sollen Vorgänge als wirklich geschehen dargelegt werden, ohne dass sie aber tatsächlich stattgefunden haben."

Ziegler kritisiert, dass sich bisher kein einziger CSU-Vertreter ablehnend zur Aufforderung, die Presse zu missbrauchen, geäußert habe. Sie hätten die Angelegenheit eher abgehakt. "Dies lässt Schlimmes erahnen." Und weiter heißt es: "Zumindest erscheinen die, von MdB Rupprecht ständig verkündeten, positiven Taten für unsere Region in einem neuen Licht."

Aus der Sicht der CSU sei es nachvollziehbar, die Bedeutung des Dossiers nun herunterzuspielen. Rupprechts Wertung (Papier "unbrauchbar") bezeichnet der FDP-Kandidat als "Ablenkungsmanöver". "Wenn Passagen aus dem Dossier auf der Internetseite von MdB Rupprecht auftauchen, dann kann es nicht so völlig unbrauchbar sein."
 
 

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